Miriam Henninger
Vor meinem Start bei fairjeans war ich als Produktentwicklerin für große Modelabels tätig. Die Arbeit machte mir Spaß, doch mit der konventionellen Kleiderproduktion konnte ich mich immer weniger identifizieren. Ehrlichkeit und Respekt sind mir sehr wichtig – auch im Job.
Zu fairjeans bin ich gekommen, weil ich mich beruflich verändern wollte und Walter kennengelernt habe. Es hat mir imponiert, was er und einige andere bei fairjeans bereits auf die Beine gestellt hatten. Hey, das war doch genau mein Ding! Also bin ich eingestiegen und habe gemeinsam mit Walter fairjeans gegründet.
Uns war wichtig, Kleidung anders zu machen: mit Bio-Baumwolle, nachvollziehbaren Produktionswegen und klar definierten ökologischen und sozialen Anforderungen in der textilen Herstellung. Deshalb setzen wir bei unseren Jeans auf eine GOTS-zertifizierte textile Lieferkette.
Wenn ich heute im Laden stehe und mich mit unseren Kundinnen und Kunden unterhalte, merke ich, dass vielen Menschen wichtig ist, wo und wie ihre Kleidung hergestellt wird. Das bestätigt mich darin, dass wir mit fairjeans den richtigen Weg eingeschlagen haben.
Walter Blauth
Ursprünglich komme ich aus Polen, lebe und arbeite aber schon seit über 30 Jahren in Deutschland. Als Student in Polen sympathisierte ich mit der Bewegung Solidarność und unterstützte sie während der damaligen Streiks. Wir haben viel riskiert, um Veränderungen anzustoßen. Seit dieser Zeit weiß ich: Wenn man etwas verändern möchte, muss man selbst aktiv werden und darf nicht nur darüber reden.
Dieser Gedanke hat mich auch bei der Gründung von fairjeans begleitet. Als ich mich intensiver mit der Herstellung von Jeans und den ökologischen und sozialen Herausforderungen der Textilproduktion beschäftigte, wollte ich wissen, ob Kleidung auch unter klar definierten Standards hergestellt werden kann.
Bei einem Besuch einer zertifizierten Bekleidungsproduktion in Polen habe ich gesehen, dass andere Produktionswege möglich sind. Daraus entstand die Idee für fairjeans. Nach einigen Jahren Aufbauarbeit wurde aus der Idee unser kleines Jeanslabel.
Heute setzen wir bei unseren Jeans auf Bio-Baumwolle und eine GOTS-zertifizierte textile Herstellung. Der GOTS umfasst ökologische und soziale Anforderungen entlang der zertifizierten textilen Lieferkette.
Für mich ist fairjeans eine Möglichkeit zu zeigen, dass gute Jeans, nachvollziehbare Herstellung und festgelegte ökologische und soziale Anforderungen zusammengehören können. Und wenn ich heute im Laden unsere Kundinnen und Kunden berate und ihre Rückmeldungen höre, weiß ich, warum sich die Arbeit der vergangenen Jahre gelohnt hat.